PMS, auch bekannt als prämenstruelles Syndrom kann Dir bereits die Zeit vor der Periode ordentlich vermiesen. Angefangen von leichten Stimmungsschwankungen kann sich die Erkrankung jedoch auch zur ausgewachsenen Depression entwickeln. Spätestens dann ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen.

Was Du sonst noch gegen die Symptome von PMS tun kannst und welche pflanzlichen Mittel und Medikamente Dir helfen können, möchte ich Dir folgend aufzeigen.

Was ist PMS?

Unter PMS, auch bekannt unter dem Begriff prämenstruelles Syndrom, werden körperliche und psychische Beschwerden bezeichnet, welche im Zeitraum vor dem Einsetzen der Periode auftreten.

Falls auch Du die gelegentlichen Stimmungstiefs vor dem Eintritt der Monatsblutung kennst, bist Du mit dem Problem nicht alleine. Laut einer Studie ist jede zehnte Frau von PMS betroffen.

In welchem Zeitraum tritt PMS auf?

PMS tritt charakteristischer Weise vier bis vierzehn Tage von dem Eintreten der Monatsblutung bis zum Beginn der Blutung ein. Das Einsetzen der Regelblutung beendet die Symptome von PMS.

Welche Ursachen hat PMS?

Die Ursachen, welche PMS auslösen, sind noch immer nicht endgültig klar. Mediziner gehen davon aus, dass nicht nur eine einzelne Ursache als Auslöser für PMS verantwortlich ist, sondern eine Kombination von verschiedenen Faktoren.

Klar ist jedoch, dass vor allem das Ungleichgewicht der Hormone während des Zeitraums vor Eintreten der Monatsblutung eine bedeutende Rolle spielt. Die erhöhte Progesteron-Produktion und der verminderte Östrogenspiegel können demnach ein entscheidender Faktor für das Auftreten der Symptome sein.

Auch Veranlagungen und psychische Probleme oder Stress können als weiter Faktoren zusätzlich in Frage kommen. Zudem spielen auch die Lebensgewohnheiten, Ernährung und Bewegung in den Schweregrad der Erkrankung mit ein.

Diese Symptome könnten bei Dir auftreten

Inwieweit die Symptome von PMS auftreten und in welcher Intensität ist sehr unterschiedlich. Knapp 25 % aller betroffenen Frauen klagen über starke Symptome und Beeinträchtigungen, wohingegen nur drei bis acht Prozent unter einer besonders starken Form des Syndroms leiden, welches auch unter dem Begriff prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) bekannt ist.

Bei diesen Frauen sind die Symptome so stark ausgeprägt, dass der Alltag erheblich eingeschränkt ist und die körperliche Leistungsfähigkeit stark in Mittleidenschaft gezogen wird.

Im Umkehrschluss kann es hingegen auch zu einer sehr milden Form der Symptome kommen, welche von vielen Frauen kaum wahrgenommen werden. Die genauen Symptome eines prämenstruelles Syndrom sind im Einzelnen:

Physische Beschwerden

  • Ödeme
  • Hautveränderungen wie unreine Haut, Akne oder Hauttrockenheit
  • Müdigkeit und ein allgemeiner Erschöpfungszustand
  • Übelkeit, Völlegefühl und Kreislaufbeschwerden
  • Durchfall begleitet von Krämpfen im Unterbauchbereich
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Heißhunger oder Appetitlosigkeit
  • Spannungen, Schwellungen oder Empfindlichkeit der Brüste (Mastodynie)
  • erhöhte Reizsensibilisierung gegenüber Licht, Lärm oder Gerüche
  • Schmerzen der Geschlechtsorgane und beim Sex
  • Schleimhautreizungen und allgemeine Entzündungen im Körper

Psychische Beschwerden

  • Stimmungsschwankungen, Depressionen oder manische Stimmungen, Aggressivität und Reizbarkeit
  • Antriebslosigkeit genauso wie Hyperaktivität oder Rastlosigkeit
  • Angstzustände
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • Veränderungen im Essverhalten

PMS oder vielleicht schwanger?

Einzelne Symptome einer PMS können auch bei einer Schwangerschaft auftreten. Wenn Du also unter Unterbauchschmerzen, Übelkeit oder Heißhunger leidest, kann hinter diesen Symptomen auch eine frühe Schwangerschaft stecken.

Einige Anzeichen verraten Dir aber schnell, ob hinter den Beschwerden tatsächlich der Klapperstorch steckt oder doch nur die Vorboten der allmonatlichen Regelblutung.

Insbesondere die klassische Morgenübelkeit ist eines der Symptome, welches auf eine Schwangerschaft und nicht auf das prämenstruelle Symptom hindeutet. Auch eine sehr starke Müdigkeit und Erschöpfung sprechen eher für eine Schwangerschaft, als für das Einsetzen der Regelblutung.

Spätestens wenn nach ein paar Tagen keine Blutung einsetzt, ist die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich schwanger zu sein, sehr hoch.

Erfahrungen zu Symtomen von anderen Frauen

Sofern auch Du die Symptome vor dem Einsetzen der Regelblutung kennst, hast Du Dich bestimmt schon in Foren oder anderweitig online auf die Suche nach Gleichgesinnten gemacht. Ein Blick ins World Wide Web zeigt schnell, was andere Frauen gegen die lästigen Symptome unternehmen.

So gilt hier immer wieder die Pille als das Wundermittel gegen das prämenstruelle Symptom und Regelschmerzen.

Aber auch Progesteroncreme oder das Einsetzen einer Hormonspirale gelten als gutes Mittel zur Linderung der Krankheitszeichen.

Auch sehr beliebt ist bei vielen Frauen: Sport. Die Bewegung an der frischen Luft sorgt für Besserung von Krämpfen im Unterbauchbereich und wirkt stimmungsaufhellend.

Ich selbst konnte in diesem Zusammenhang einen Bericht einer Frau ausfindig machen, welcher einen sehr interessanten Ansatz hat, den Beschwerden den Gar auszumachen:

  • Ferritin: Der Eisenspeicher im Blut. Laut der Aussage der berichtenden Frau verriet ein Blutbild bei ihr, dass ihr Ferritinspiegel viel zu niedrig war. Sie nimmt seitdem entsprechende Eisensupplements, insbesondere vor Einsetzen der Periode.
  • Magnesium: Eine einmal wöchentliche Magnesiumgabe reduzierte ebenfalls die Schmerzen.
  • Nahrungsergänzungsmittel mit B- Vitaminen.
  • Ernährung: Kein bzw. kaum weißer Zucker.
  • Sport: Wie bereits genannt, wird auch in diesem Bericht von dem Allheilmittel Sport berichtet.

Ob diese Kombination wirklich zum Erfolg führt, kann ich selbst nicht beantworten. Einen Versuch ist es jedoch auf jeden Fall wert….

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PMS behandeln – Das kannst Du tun!

PMS lindern ist nicht schwierig. Neben der guten alten Wärmflasche hält sowohl die Natur, als auch die Schulmedizin ein ganzes Arsenal an kleinen Helfern bereit. Ich zeige Dir, was auch Du tun kannst, um die Symptome schnell zu lindern.

Ärztliche Hilfe

Sofern Du unter starken Beschwerden leidest, kann Dir Dein Gynäkologe mit Medikamenten oder anderen Hilfsmitteln zur Seite stehen. Spätestens, wenn die PMS Deinen Alltag stark beeinträchtigt, reicht eine symptomatische Therapie meist nicht mehr aus und es ist Zeit für eine Behandlung, welche den ganzen Körper miteinbezieht:

Schmerzmittel wie Ibuprofen, hormonelle Verhütung mit der Pille oder der Hormonspirale nebst stimmungsaufhellenden Medikamenten wie Antidepressiva können schnell und effektiv helfen.

Sie Kombinieren eine Wirkung aus Schmerzlinderung, vor allem im Kopf-, Rücken- und Unterleibsbereich und sorgen für die Besserung Deines psychisch angeschlagenen Zustands.

pms symptome

Bei Wassereinlagerungen können harntreibende Medikamente wie beispielsweise Diuretika helfen.

Sofern Dein Stimmungstief sehr stark ausgeprägt ist, kann auch eine psychologische Behandlung sinnvoll sein.

Studien liefern mittlerweile zudem Hinweise darauf, dass eine Kombipille aus dem Gestagen Drospirenon und einer niedrigen Dosierung Östrogen sehr gute Ergebnisse bei der Behandlung von PMS liefern.

Bei eher leichten Symptomen hilft bereits die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln wie Magnesium oder Eisen. Auch diese Einnahme solltest Du vorab mit Deinem Arzt absprechen.  

Bei sehr starken Beschwerden kann Dir Dein Arzt zudem zu einer sogenannten GnRH-Analoga-Therapie raten. Hier wird in den Hormonhaushalt eingegriffen. Hitzewallungen und Schlafstörungen werden gebessert, Depressionen gelindert. Diese Therapie sollte jedoch nicht länger als sechs Monate durchgeführt werden.

Naturapotheke

Die sanfte Hilfe aus der Natur ist auch bei Schmerzen vor der Regel ein guter Begleiter. Insbesondere Tees, Minerale und Vitamine wirken unterstützend und lindern.

  • Mönchspfeffer: Die regelmäßige Einnahme von Mönchspfeffer wirkt positiv auf das weibliche Körpersystem und den Hormonhaushalt. Mönchspfeffer reguliert die Blutungen und lindert schmerzhafte Verspannungen.
  • Baldrian und Melisse: Bei Ein- und Durchschlafstörungen helfen Tees und Tabletten mit Baldrian und Melisse, um wieder zur Ruhe zu kommen.
  • Johanniskraut: Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und lindert depressive Verstimmungen.
  • Auch der Verzicht auf salzreiche Speisen, Alkohol, Schokolade und Koffein hilft, die Symptome zu lindern.
  • Regelmäßiger Schlaf und Sport sorgen für Ausgeglichenheit und Erholung.
  • Leicht verdauliche Kost beugt Verdauungsproblemen vor und entlastet den Körper.
  • Entspannungsübungen, Yoga und Meditation lindern Stimmungstiefs, beruhigen und sorgen für ein gutes Körpergleichgewicht.
  • Calcium carbonicum: Lindert Wassereinlagerungen
  • Pulsatilla: Hellt die Stimmung auf
  • Natrium muriaticum: Sorgt für psychische Ausgeglichenheit. Wirkt stimmungsaufhellend.
  • Cyclamen: Bessert Kopfschmerzen, Migräne und schmerzhaft geschwollene Brüste.

PMS vorbeugen

Neben der Hilfe von außen, kannst auch Du selbst vorbeugende einiges dazu beitragen, dass die Symptome im nächsten Monat deutlich abgemildert sind. Kleine Änderungen im Alltag wirken oft Wunder.

Bewegung und Ernährung

Wie ich bereits erwähnt habe, ist die Kombination aus Sport, Bewegung und Ernährung eines der Mittel, welches Dir effektive Hilfe verspricht. Diese Kombination entlastet Deinen Körper, hellt Deine Stimmung auf und lindert Verkrampfungen im Unterbauchbereich schnell.

Ruhe und Schlaf

Gönne Deinem Körper die Ruhephasen, die er braucht. Besonders vor der Regelblutung ist in Deinem Körper einiges in Gange; der aus der Balance geratene Hormonhaushalt trägt sein Übriges dazu bei, dass Ruhe und Schlaf umso wichtiger sind, um Kraft zu tanken.

Ab wann ist ein Besuch beim Arzt nötig?

Sofern Dich PMS nicht einschränkt, ist eine Behandlung beim Arzt nicht unbedingt nötig. Es gibt aber Anzeichen, bei welchen es ratsam ist, einen Gynäkologen aufzusuchen.

Bestimmte Symptome können beispielsweise Hinweise liefern, auf Erkrankungen der Schilddrüse oder andere gynäkologische Erkrankungen. Sollten sich die Schmerzen verschlimmern, Schmierblutungen auftreten oder die Beschwerden auch nach Einsetzen der Blutung nicht aufhören, ist es an der Zeit, einen Arzt hinzuzuziehen.

PMS-Test: Bist Du betroffen?

Zur Diagnosestellung, ob es sich um harmloses PMS-Symptome handelt oder eine abklärungsbedürftige Krankheit dahintersteckt kann Dir unter anderem ein Periodenkalender helfen. In diesen trägst Du den Zeitraum Deiner Periode, nebst den Symptomen der PMS und dem Zeitraum des Auftretens der Symptome ein.

Daneben gibt es auch zahlreiche Tests im Internet, welche mit einfachen Fragen einen Hinweis liefern, ob Du unter PMS leidest.

FAQs

In meinen folgenden FAGs beantworte ich Dir gerne die meist gestellten Fragen zu dem Thema PMS.


Wofür steht PMS?

PMS ist die Abkürzung für prämenstruelles Syndrom.

Was ist PMS?

PMS bezeichnet die Tage vor dem Einsetzen der Regelblutung, welche bei vielen Frauen durch Beschwerden wie Unterleibsschmerzen und Stimmungstiefs gekennzeichnet ist.

Zu welchem Zeitpunkt treten PMS-Symptome auf?

PMS tritt vier bis vierzehn Tage von dem Eintreten der Monatsblutung ein und endet mit dem Einsetzen der Regelblutung.

Kann PMS auch während der Periode auftreten?

Zwar kann es auch während der eigentlichen Regelblutung zu ähnlichen Symptomen kommen, diese werden dann jedoch als Menstruationsbeschwerden bezeichnet.

Welche Medikamente helfen bei PMS?

Die medikamentöse Indikation ist abhängig von den einzelnen Symptomen. Schmerzlindernd wirken Schmerzmittel wie beispielsweise Ibuprofen, aber auch Antidepressiva oder eine hormonelle Behandlung können in Betracht gezogen werden.

Welche Lebensmittel helfen bei PMS?

Bei PMS solltest Du idealerweise auf Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Eisen und Magnesium zurückgreifen.

Gibt es PMS auch bei Männern?

Da PMS ausschließlich in Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus auftritt, ist diese Erkrankung für Männer ausgeschlossen.


Fazit

PMS ist genauso lästig, wie die eigentliche monatliche Regelblutung. Solltest Du unter den Symptomen stark leiden oder sollten sich diese verändern, solltest Du einen Arzt aufsuchen.

Sofern die Symptome nur schwach auftreten, reichen meist schon ausreichend Bewegung und Schlaf nebst einer sinnvollen Supplementierung mit Magnesium oder pflanzlichen Tees, die Problematik in den Griff zu bekommen.  


Quellenverzeichnis
  • Frank, Daniela; Von Blumenstein-Langer, Vanessa (2014): Prämenstruelles Syndrom (PMS), auf: baby-und-familie.de (letzter Aufruf: 13.02.2019).
  • Matzik, Sophie; Schrör, Sabine (2018): PMS, auf: netdoktor.de (letzter Aufruf: 13.02.2019).

 

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